Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten aus dem Daimler Konzern

Nach einem Anstieg bei Umsatz, Ergebnis und Cash Flow im dritten Quartal ist man bei der Daimler-Führung guter Dinge. „Unsere Strategie zahlt sich aus. Wir wachsen weiter profitabel und blicken auch über das Gesamtjahr hinaus optimistisch nach vorne.“ sagt Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG nicht zu unrecht. Wurde er im vergangen Jahr noch von der Presse getrieben, ist er in diesem Jahr als Top-Manager ausgezeichnet worden – kein Wunder, kann er doch nun gute Zahlen präsentieren:

Zahlen 3. Quartal 2014

Insgesamt setzte das Unternehmen im dritten Quartal mit 637.400 Pkw und Nutzfahrzeugen weltweit 7% mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum ab. Der Konzern-Umsatz lag im dritten Quartal bei 33,1 Mrd. € und damit um 10% über dem Vorjahreswert. Das Konzern-Ergebnis vor Steuern stieg auf 2.821 Mio. € gegenüber 1.897 Mio. € im Vorjahresquartal.

Zum Ende des dritten Quartals 2014 waren bei Daimler weltweit 282.302 (Jahresende 2013: 274.616) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 170.417 (Jahresende 2013: 167.447) in Deutschland tätig. Der Absatz von Mercedes-Benz Cars stieg im dritten Quartal 2014 um 9% auf 431.000 Einheiten.

Die Investitionen in die deutschen Werke, die in den letzten Wochen in der Presse zu lesen waren, die Ausweitung von Produktionsstandorten auf die Ziel-Kontinente (USA / Asien-China) gehen weiter und daher kann man davon ausgehen, dass Daimler auch weiterhin mit steigenden Umsätzen rechnet und diese auch geplant hat.

Ausblick 2014 Daimler

Daimler geht davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2014 deutlich zunehmen wird. In Nordamerika und China ist mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten zu rechnen.

Nach Absatzzahlen im Gesamtjahr 2014 steht BMW mit 1,32 Mio Fahrzeugen vor Audi (1,3 Mio) nach wie vor deutlich vor Mercedes-Benz (1,2 Mio), aber im vergangenen Quartal lag Mercedes bereits vor den Ingoldstädtern. Noch sind gut 5 Jahre Zeit, das selbstgesteckte Ziel der Pole-Position beim Absatz und gleichzeitiger Rentabilität zu erreichen.

Verkauf der Tesla Anteile

Daimler hat in dieser Woche den Verkauf seiner 4% Anteile am Elektromobil-Hersteller Tesla bekannt gegeben. Von den erlösten 600 Mio Euro soll die konzerneigene Forschung an alternativen Antrieben profitieren – was soweit auch sinnig ist. Denn nach wie vor schreibt Tesla tief rote Zahlen – der Glaube der Anleger an diese Firma hat die Kurse jedoch stark ansteigen lassen. Obwohl noch niemand weiß, ob rein elektrische Antriebe tatsächlich DAS Konzept der Zukunft sein werden. Denn wenn das nicht so kommt, brechen die Kurse bei Tesla ein.

Mit einer Investition in eigenes Wissen ist Daimler sicherlich besser aufgestellt – die Zusammenarbeit mit Tesla bei den Elektro-Modellen (B-Klasse, Smart) geht ja trotzdem weiter.

Beteiligung MV Agusta?

Dass Daimler mit einer Investition in Zweiräder liebäugelt, war schon beim Verkauf der Marke Ducati gemunkelt worden – nachdem diese Marke jedoch an Audi ging, wurde es wieder ruhig zu diesem Thema. Nun gibt es neue Gerüchte, dass Daimler über die Tochterfirma AMG eine Beteiligung von 25 Prozent am Motorradhersteller MV Agusta anstrebt. Anfang November soll es zu diesem Deal Details geben – man darf also gespannt sein.

Kooperation zwischen Daimler und Renault-Nissan

Die Renault-Nissan Allianz und die Daimler AG haben eine langfristige und stabile Zukunft vor sich, und alle gemeinsamen Projekte verlaufen nach Plan. Das erklärten die Vorstandsvorsitzenden der Unternehmen gegenüber Journalisten bei ihrer jährlichen Pressekonferenz auf der Pariser Automobilausstellung.

Daimler und Renault-Nissan begannen ihre Partnerschaft im Jahr 2010. Der Umfang der ursprünglichen Zusammenarbeit beschränkte sich im Jahr 2010 auf drei Projekte, hauptsächlich in Europa. Das gemeinsame Portfolio von Renault-Nissan und Daimler hat sich seitdem auf zwölf Projekte in Europa, Asien und Nordamerika vervierfacht.

Positiv zu vergangenen und künftigen Projekten äußerten sich die Vorstandsvorsitzenden am Beginn der Markteinführung eines von Grund auf gemeinsam entwickelten Fahrzeugs: der neue Renault Twingo und die neuen smart fortwo und smart forfour. Der Renault Twingo ging im September in Europa in den Verkauf, gefolgt vom smart fortwo und smart forfour im November. Die City Cars werden auf Grundlage einer gemeinsam entwickelten Heckantriebs-Architektur gebaut. Daran haben die Teams beider Seiten in den vergangenen vier Jahren eng zusammengearbeitet.

Der smart fortwo wird aber nach wie vor im smart-Werk in Hambach (Frankreich) gefertigt, während der Twingo und der smart forfour in Renaults Werk im slowenischen Novo Mesto vom Band läuft.

Und obwohl sich das alles positiv anhörte, kamen Presseberichte auf, dass es noch nicht sicher wäre, die künftige Kleinwagengeneration wieder mit Daimler zu entwickeln. Angeblich wolle sich Renault lieber an Nissan orientieren.

Offiziell bleibt es aber bei der geplanten
Ausweitung des Projektportfolios

Im Juni 2014 gab es noch ein weiteres wichtiges Ereignis. So gaben Nissan und Daimler Pläne für die gemeinsame Entwicklung von Premium-Kompaktfahrzeugen bekannt, die gemeinsam in Mexiko gebaut werden sollen.

Der Bau eines gemeinsamen Werks in Aguascalientes in unmittelbarer Nähe eines bereits vorhandenen Nissan-Werks beginnt Anfang 2015. Der Produktionsbeginn ist für 2017 mit Infiniti-Modellen geplant. 2018 soll dann die Produktion von Mercedes Benz Fahrzeugen folgen. Das Werk in Mexiko wird nach Abschluss des Produktionsanlaufs eine Produktionskapazität von 300.000 Fahrzeugen pro Jahr bieten.

Die beiden Unternehmen beliefern sich weiterhin gegenseitig mit Antriebssträngen. Im September lieferte Renault zum ersten Mal 1,6-Liter-Dieselmotoren für die neue Mercedes C-Klasse Limousine und den Mercedes Vito Transporter. Renault ist auch der Lieferant eines 1-Liter 3-Zylinder Saugbenzinmotors und eines 900cc 3-Zylinder Benzinmotors mit Turbolader für den smart forfour und den smart fortwo.

Im Juni begann im neuen Motorenwerk im US-amerikanischen Bundesstaat Tennessee die gemeinsame Produktion eines 2-Liter 4-Zylinder Turbolader-Benzinmotors. Die im Infiniti Decherd Powertrain Plant hergestellten Motoren werden anfänglich in die Modelle der Sportlimousine Infiniti Q50 für den europäischen Markt und der Mercedes-Benz C-Klasse eingebaut. Das neue Werk wird nach Abschluss des Produktionsanlaufs eine Produktionskapazität von 250.000 Fahrzeugen pro Jahr haben.

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