Das DTM Mercedes AMG C-Coupé 2014

Mercedes-Benz setzt in der DTM-Saison 2014 sieben DTM Mercedes AMG C-Coupés ein. Für den Angriff auf die Spitze wurde das C-Coupé noch einmal intensiv überarbeitet. MBpassion.de wirft zu Saisonbeginn einen kleinen Blick auf den schnellen Stern aus Stuttgart.

2014_17_dtm_7Auch wenn seit März 2012 die DTM-Fahrzeuge vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) homologiert und damit weite Teile der Entwicklung eingefroren sind, hat die Mercedes-Mannschaft verschiedene kleine Details für die am 4. Mai in Hockenheim beginnende DTM-Saison überarbeitet. Darunter gehört zum Beispiel die Aerodynamik aber auch Änderungen beim Fahrwerk bzw. der Fahrwerksabstimmung des DTM AMG C-Coupés.
Eines der auffälligsten Merkmale des 2014er DTM Mercedes AMG C-Coupés ist der neue Kühlergrill, der sich ganz am Design des momentanen C-Klasse AMG Serienmodells orientiert. Das aktuell eingesetzte AMG C-Coupé wurde im September 2011 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt und konnte seitdem in den Saisons 2012 und 2013, fünf Siege sowie 18 Podiumsplätze einfahren.

DTM Test Hockenheim 2014
2014_17_dtm_4Um Kosten zu senken, besteht jedes DTM-Auto der drei Hersteller Mercedes, Audi und BMW aus etwa 50 Einheitsbauteilen. Darunter fallen die Sicherheitszelle des Fahrers, das sogenannte Monocoque, aber auch Bereiche wie die Bremsen oder das Getriebe. Zudem zählen auch die Kardanwelle, die Wippenschaltung am Lenkrad, der Tank oder der Heckflügel und die Reifen unter diese Einheitsregelung. Insgesamt betrachtet machen die Einheitsteile rund fünf Prozent aller Bauteile des DTM-Autos aus und lassen damit aber noch ausreichende Freiheiten eigene Wege bei den Punkten wie der Aerodynamik sowie bei Motor und Fahrwerk zu gehen.

Bei den Tests am Hockenheimring, die am vergangenen Wochenende stattfanden, gingen die Bestzeiten hieß es nach Bestzeiten 3:1 für BMW, wobei Robert Wickens den „Punkt“ für Mercedes-AMG am letzten Trainingstag einfuhr.

Insgesamt hat man aber eher versucht, den Piloten möglichst viel Praxis mit den Autos zu geben und insbesondre Vitaly Petrov tat sich noch etwas schwer. Auch für Paul Di Resta ist die Rückkehr in die DTM kein Zuckerschlecken – die Markenkollegen, die im letzten Jahr schon mit dem Auto fuhren, haben eben Vorteile.

Da bei der DTM aber keine großartigen Regeländerungen – im Gegensatz zur Formel 1 – gab, ist die Standfestigkeit usw. hier nicht das Thema – dennoch ist es wichtig, ein starkes Team im Rennen zu haben, denn wer nur mit einem Anwärter auf Platz 1 fährt, hat keine Chance, wenn es bei diesem Piloten aus welchen Gründen auch immer, nicht läuft. Garry Paffett im letzten Jahr ist ebenso ein Beispiel dafür wie man es bei Audi zu Beginn der neuen DTM auch immer wieder gesehen hatte. Die jungen Fahrer brauchen einfach ein wenig Erfahrung, bevor sie nicht nur Rennen sondern auch Meisterschaften für sich entscheiden können.

Konstruktion, Motor, Technik

Das DTM Mercedes AMG C-Coupé 2014 besteht aus einem Carbon-Chassis samt Fahrer-Monocoque und einer Überrollstruktur aus Stahl. Alle Anbauteile wie die Motorhaube, die Türen, Seitenwände und Kotflügel sind aus ultraleichtem CFK (carbonfaserverstärkter Kunststoff) gefertigt. Das Gesamtmindestgewicht des DTM C-Coupé beträgt 1.120 Kilogram bei einer Fahrzeuglänge und Breite von 5.010 bzw. 1.950 Millimetern. Die Höhe liegt bei 1.210 und der Radstand bei 2.750 Millimeter. Damit unterscheidet sich das DTM-Auto in seinen Abmessungen nur unwesentlich vom Serienfahrzeug, das eine Fahrzeuglänge von 4.590 mm, eine Breite von 1.997 mm, eine Höhe von 1.407 mm sowie ein Radstand von 2.760 mm aufweist.
2014_17_dtm_3Nun zum Herz des des DTM Mercedes AMG C-Coupés. Unter der Haube arbeitet dort ein 4,0 Liter kräftiger V8 Motor mit rund 500 PS und ebenfalls etwa 500 Nm Drehmoment. Zur Leistungsbegrenzung sind alle DTM-Motoren mit zwei Ansauglufbegrenzern von 28 Millimetern Durchmesser ausgerüstet. Die Kraftübertragung über die Carbonfaserantriebswelle auf die Hinterachse erfolgt durch ein 6-Gang-Einheits-Getriebe in Transaxle-Anordnung, das sequenziell pneumatisch über die Lenkradschaltwippen betätigt wird.

Die Radaufhängung besteht aus Doppelquerlenker mit durch Druckstangen betätigter Feder-Dämpfer-Einheiten an Vorder- und Hinterachse. Gebremst wird in der DTM ohne Anti-Blockier-System (ABS), dafür aber mit einer für alle Hersteller einheitlichen Carbon-Bremsanlage. Das DTM AMG C-Coupé rollt auf wuchtigen 18 Zoll Einheitsreifen von Ausrüster Hankook in den Dimensionen 300/680 R18 an der Vorderachse sowie 320/710 R18 an der Hinterachse.

Für die Teilnehmer des Springbreak - Abschlusses am Hockenheimring: So sieht die Box also aus, wenn AMG da schraubt...
Für die Teilnehmer des Springbreak – Abschlusses am Hockenheimring: So sieht die Box also aus, wenn AMG da schraubt…

Also, am kommenden Wochenende geht’s los mit der DTM Saison 2014. Ich bin gespannt….

(Quelle und Bilder: Philipp Deppe / MBpassion.de, „DTM Tests 2014„, „DTM Fahrzeug 2014„)

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