DTM-Rennen: 9. Lauf, Zandvoort

Für Mercedes-AMG war es kein gutes Rennen – Christian Vietoris beendet das vorletzte Saisonrennen in Zandvoort auf Platz fünf. Schlechter für ihn war nur, dass Mattias Ekström das Rennen mit seinem Audi gewonnen hat – und Vietoris damit auf Rang 3 der Meisterschaftswertung verdrängt hat. Das Mercedes-Freie Podium komplettierten Marco Wittmann und Martin Tomczyk mit ihren BMW.
2014_40_dtm_1

Rennen

Mercedes-Benz Fahrer Christian Vietoris (Original-Teile Mercedes AMG C-Coupé) beendete den vorletzten Saisonlauf der DTM in Zandvoort auf Platz fünf. Mit 69 Punkten liegt Vietoris vor dem Saisonfinale in Hockenheim auf Platz drei der Fahrerwertung.

Vor (nur) 20.000 Zuschauern am gesamten Wochenende kamen drei DTM Mercedes AMG C-Coupés in die Top-10. Das Rennen, das von vier Safety Car-Phasen geprägt wurde, war dennoch sehenswert, denn so manche Strategie, die eben noch gut war, war in der nächsten Runde (Safety Car) vielleicht schon falsch. Oder die falsche eben richtig…

Das letzte Rennen der DTM-Saison 2014 findet am 19. Oktober beim Heimrennen von Mercedes-Benz in Hockenheim statt.

Christian Vietoris

Christian Vietoris war mit seinem fünften Platz dennoch zufrieden: „Zunächst möchte ich meinem Team danken. Sie haben großartige Arbeit geleistet in dieser Woche, um das Auto für das Rennwochenende vorzubereiten. Das war eine erstklassige Leistung. Ich bin sehr glücklich, dass wir heute Punkte geholt haben und weiter um Platz zwei in der Gesamtwertung kämpfen. Vom 18. Startplatz ist Rang fünf ein ordentliches Ergebnis. Damit hätten wir zu Rennbeginn nicht gerechnet. In der Schlussphase hatte ich hinter Edoardo Mortara mehr zu verlieren als zu gewinnen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, die Punkte für Platz fünf mitzunehmen und kein unnötiges Risiko mehr einzugehen.“

Vietoris fuhr den überarbeiteten DTM-Renner, der nun die Basis für die Autos in der kommenden Saison ist. Dieses Update soll in Hockenheim für alle Fahrer verfügbar sein.

Einseitige Berichterstattung

Während bei allen Remplern anderer Marken immer von „würde ich von einer Bestrafung absehen“ geredet wurde, legte sich der ARD-Sprecher bei Daniel Juncadella gleich fest und (vor-)verurteilte ihn gleich zu einer Strafe. Gott sei Dank sah die Rennleitung das anders und bestrafte alle – auch Juncadella – nach dem Rennen = 30 Sekunden und Platz 17 – mit einer Durchfahrtsstrafe. Denn bei vielen Remplern, die hier noch entschuldigt wurden, war der von Juncadella der mit dem größten Fragezeichen. Und zwar deshalb, weil man aus den Kameraeinstellungen die Entstehung des Unfalls nicht sehen konnte. Er selbst sagte dazu „Ich hatte eine Berührung mit Augusto Farfus, der zweimal die Linie wechselte. Deshalb konnte ich ihm nicht ausweichen.“
2014_40_dtm_2

Wie geschrieben, man konnte es nicht sehen und es bekamen alle, die jemanden umgedreht haben eine Strafe, aber die Berichterstattung war einseitig.

Ausblick Hockenheim

Zum Saisonfinale geht es also weiterhin um den Vizemeister und den Herstellertitel, mit dem allerdings Mercedes nichts mehr zu tun haben wird. Beim Vizemeister könnte man diese Saison optisch noch etwas aufhübschen, damit wäre die Entwicklung wenigstens noch ein wenig von etwas zählbarem belohnt.

Die DTM in Zahlen

Rennergebnis: Top-10

Pos Fahrer Hersteller Zeit/Rückstand
1 Mattias Ekström Audi 1:16:35.761
2 Marco Wittmann BMW +7.414
3 Martin Tomczyk BMW +11.144
4 Edoardo Mortara Audi +12.234
5 Christian Vietoris Mercedes-Benz +12.730
6 Maxime Martin BMW +14.260
7 Pascal Wehrlein Mercedes-Benz +15.128
8 Robert Wickens Mercedes-Benz +16.182
9 Timo Scheider Audi +16.792
10 Joey Hand BMW +20.736

Fahrerwertung: Top-3

Pos Fahrer Marke Punkte
1 Marco Wittmann BMW 146
2 Mattias Ekström Audi 81
3 Christian Vietoris Mercedes-Benz 69

Teamwertung: Top-3

Pos Team Punkte
1 BMW Team RMG 193
2 Audi Sport Team Abt Sportsline 109
3 Audi Sport Team Abt 104

Herstellerwertung: Top-3

Pos Marke Punkte
1 BMW 362
2 Audi 341
3 Mercedes-Benz 206

 

(Quelle und Bilder: Daimler AG, „DTM Zandvoort 2014„)

Schreibe einen Kommentar