Formel 1: Mercedes-Benz ist Formel 1 Konstrukteur-Weltmeister!

Lewis Hamilton hat den ersten Großen Preis von Russland auf dem Sochi Autodrom wie auch das Rennen in Japan gewonnen. Sein Teamkollege Nico Rosberg beendete die beiden Rennen Position zwei. Die beiden Doppelsiege sorgten für die erste Entscheidung der aktuellen Saison: Der Konstrukteurs-Titel geht an Mercedes AMG.

2014_43_f1_2Erster WM Titel

Mercedes-Benz gewann zum ersten Mal in 120 Jahren Motorsport-Geschichte die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft – da es diese erst seit 1958 gab – nach dem Rückzug der glorreichen „Silberpfeile“ der 1950er Jahre. Nach den Bilanzen im englischen Handelsregister hat die Vorbereitung auf diesen Titel – die Saison 2013 – den Daimler Konzern 60 Millionen Euro gekostet. Andererseits entspricht der Wert der Werbung in der aktuellen Saison bis zur Sommerpause immerhin 1,2 Milliarden Euro – unter diesem Aspekt relativieren sich die 60 Millionen wieder. Trotzdem bleibt für Toto Wolff das Ziel, den Formel 1 Sport „kostenneutral“ für die Daimler AG hinzubekommen. Man wird sehen, ob ihm das gelingt.
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Mit seinem Sieg stellte Lewis Hamilton zudem die Bestmarke für die meisten Siege eines Briten von Nigel Mansell (31) ein – auch ein beachtlicher Wert für die Motorsport-verrückte Nation.
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Die Top-5 des Rennens waren Fahrzeuge mit Mercedes-Benz Power. Ein passendes Ergebnis zum Gewinn des Konstrukteurs-Titels. Trotzdem lag über dem Rennen natürlich die Ungewissheit über den Gesundheitszustand von Jules Bianchi und viele Piloten war es anzumerken, dass ihnen nicht wohl in Ihrer Haut war – die Gefahr ist seit dem Unfall zurück in der Formel 1. 20 Jahre nach den letzten tödlichen Unfällen an einem Rennwochenende – 1994 starben an einem Wochenende Roland Ratzenberger und Ayrton Senna – war die Lebensgefahr in diesem Sport so weit weg wie andere Galaxien von unserer Erde – und Knall auf Fall rückt sie wieder ins Bewusstsein.
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Natürlich wird zu überlegen sein, wie man bei schlechten Wetterbedingungen künftig bei geschwenkten gelben Flaggen fahren sollte – allerdings sollte man nicht spekulieren, bevor man nicht die gesamten Untersuchungsergebnisse kennt.

Absolute Stille während der Russischen Nationalhymne – oder eine Schweigeminute?

In einem neuen Licht erscheint mir jedoch die Schweigeminute der Fahrer vor dem Rennen. Denn im Vorfeld des Rennes wurde eine E-Mail an die Teams verschickt, in der sie zur „absoluten Stille“ während der Russischen Nationalhymne angewiesen werden. Man fragte sich im Vorfeld, wie das geschehen soll, wird doch sonst bis zur letzten Sekunde an den Autos geschraubt. So war die Schweigeminute vielleicht auch ein guter Ausweg, denn die Russische Hymne konnte am Ende der Prozedur gespielt werden, erst dann ging es zurück an die Autos.

Kimi Räikkönen und Fernando Alonso

Die Spekulationen über die Cockpits im kommenden Jahr gehen weiter. Während Räikkönen erklärt hat, dass er seine Karriere bei Ferrari beenden wird (wann ließ er offen), ist die Trennung von Alonso besprochene Sache. Nur – wohin Alonso geht, ist weder bekannt noch ist diese Entscheidung einfach. Bei Red Bull sind die Cockpits besetzt, bei Mercedes hat Hamilton einen Vertrag für das kommende Jahr und gesetzt den Fall, er wird Weltmeister, wird man ihn auch nicht vor die Tür setzen. Es bleibt also McLaren-Honda, wobei er dort auch wieder ein neues Team mit Anfangsschwierigkeiten zu erwarten hat – sicherlich nicht ideal, wenn man um die WM fahren möchte. Aber derzeit wohl die einzige Option – in der Formel 1. Denn es wird auch spekuliert, dass Porsche Interesse am Weltmeister für seine Langstreckenrennen hätte – für ein Engagement bei einem 24-Stunden-Rennen liegt ihm wohl ein Angebot von Porsche vor.
Es bleibt also: 2016 auf ein Mercedes Cockpit spekulieren oder doch bei McLaren Honda anheuern?

Sebastian Vettel und Red Bull

Dass Red Bull auch Sponsor sein kann, wenn man nicht in einem Fahrzeug des Brauseherstellers sitzt bewies einst Michael Schumacher, der bei Ferrari artig aus seiner Red-Bull-Design Dose trank, wenn er am Rennwochenende zu trinkend zu sehen war. Das wird bei Vettel auf jeden Fall nicht möglich sein, denn bei Ferrari ist der Südamerikanische Brausehersteller TNT als Teamsponsor aktiv. Abgesehen davon scheint Red Bull auch kein wirkliches Interesse an einem Sponsoring zu haben – die Ehe Red Bull / Vettel wird also definitiv am Saisonende nach 11 Jahren geschieden.

Hersteller WM 2015: Horner ist motiviert

Red Bull Teamchef Christian Horner meint, dass der Titel für Mercedes ihn noch mehr motiviere, im kommenden Jahr wieder um die Krone der Hersteller mitzufahren. Die Luft wird auf jeden Fall enger, denn wenn sich Williams weiter entwickelt, ein McLaren Team mit Blankoscheck von Honda am den Start geht und Mercedes die Motivation dieses Jahres mitnimmt, Ferrari sich neu sortiert kann es durchaus spannend werden auf den ersten 10 Plätzen. Schade ist nur, dass danach so kleine Teams kommen, die eigentlich keine Chance auf die Top 10 haben, wenn diese Autos alle ankommen – und das ist bitter für die Hülkenbergs und Sutils.

WM-Feierlichkeiten in Brackley und Brixworth

Unterdessen feierte man in Brackley und Brixworth
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Lotus F1 Team startet ab 2015 mit Mercedes-Benz Power

Das Lotus F1 Team und Mercedes AMG High Performance Powertrains gaben eine langfristige Liefervereinbarung bekannt. Im Zuge dieser Vereinbarung wird das Lotus F1 Team ab dem Beginn der Saison 2015 die Mercedes-Benz Power Unit einsetzen. Die Laufzeit reicht bis zum Ende der aktuellen Power Unit Generation.
Das Lotus F1 Team wird weiterhin sein eigenes Getriebe entwickeln und herstellen.

Offizielles T-Shirt erhältlich: T-Shirt für Champions

Das offizielle T-Shirt, in dem das Formel-1-Team nach dem Titelgewinn in Sotschi feierte, ist online unter http://shop.mercedes-benz.com oder bei den Mercedes-Benz Vertriebspartnern erhältlich.

(Bilder: Daimler AG)

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