Mercedes-Benz Future Truck 2025 eine neue Ära im Fernverkehr (?)

OK – das ist wieder kein PKW und schon gleich gar kein Roadster. Allerdings ist auch hier spannend, was sich auf den Straßen in den nächsten Jahren tun wird. Und angesichts immer größerer Gütermengen ist eine optimierte Steuerung der LKW-Schlangen sicherlich eine wichtige Voraussetzung, damit sich auf dem Straßen noch etwas bewegt. Und als ich ein Bild von diesem Fahrzeug diese Woche in der Zeitung sah, wollte ich doch wissen, was der so kann. Und der kann einiges…
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Der Future Truck 2025 ist mehr als ein neuer Lkw. Dieser LKW – oder darf man das überhaupt noch sagen zu dieser High-Tech-Maschine? –  macht den Güterverkehr der Zukunft sicherer, effizienter und vernetzter. Damit verändert – man könnte auch sagen „revolutioniert“ – er Straßenverkehr und Infrastruktur sowie den Fahrerberuf und das gesamte Speditionsgewerbe.

Serie wird kommen

Der Mercedes-Benz Future Truck 2025 ist weit mehr als eine ferne Vision. Der Truck soll in zehn Jahren auf den Straßen rollen. Viele seiner technologischen Komponenten sind heute schon verfügbar und einsatzbereit.

 „Highway Pilot“ – das Gehirn des Future Truck 2025

Die Fähigkeiten des Future Truck 2025 demonstrierte Daimler Trucks im Juli 2014 erstmals mit autonomen Fahrten bei Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h in realistischen Verkehrssituationen auf einem Teilstück der Autobahn A14 in Magdeburg. Der Future Truck 2025 benötigt keinerlei Verkettung oder Vernetzung mit anderen Fahrzeugen. Radarsensoren und Kameratechnik ermöglichen dem Future Truck 2025 autonomes Fahren unabhängig von anderen Fahrzeugen oder Leitzentralen. Eine Vernetzung mit anderen Lkw oder Pkw baut seine Fähigkeiten zwar weiter aus, sie ist aber nicht notwendig. Mercedes-Benz bündelt diese Technik in dem System „Highway Pilot“, ähnlich dem Autopiloten eines Flugzeugs.

Alle Sensoren an Bord des Future Truck 2025 sind miteinander vernetzt und liefern durch die Fusion der Daten im Zentralrechner ein komplettes Bild der Umgebung. Erfasst werden sämtliche bewegte und stationäre Objekte im Umfeld des Lkw. Die Sensor- und Kameratechnik ist vom Stand bis zur gesetzlich erlaubten Höchstgeschwindigkeit für Lkw wirksam. Sie hält den Lkw durch Lenkeingriffe vollautomatisch sicher in der Mitte seiner Fahrspur. Hinterlegt ist außerdem eine digitale dreidimensionale Karte. Der Lkw ist so über den Streckenverlauf und die Topografie jederzeit perfekt informiert, was sich positiv auf den Verbrauch auswirkt.

Zusammenspiel von Technologie und Design

Im Exterieur ersetzen unter anderem Kameras die klassischen Außenspiegel. Das verbessert die Aerodynamik und steigert so die Effizienz. Die Innenausstattung des Mercedes-Benz Future Truck 2025 folgt der Maßgabe, dem Fahrer dieses selbst fahrenden Lkw einen Arbeits- und Ruheraum zu bieten, der optimal auf seine neuen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Displays lösen Instrumente ab, ein Touchpad herkömmliche Schalterleisten. Der um 45 Grad drehbare Fahrersitz wird in Phasen autonomen Fahrens zum Bürostuhl oder aber auch zum Lounge-Sessel, von dem aus sowohl zusätzliche Aufgaben erfüllt werden können oder aber auch der Kontakt mit Freunden oder Familie gehalten werden kann.

An seinem künftigen Arbeitsplatz kommuniziert der Fahrer während der autonomen Fahrt per Tablet-Rechner. Statt Lenkrad und Pedalerie wird das Tablet künftig das entscheidende Arbeitsmedium auf langen und autonom gefahrenen Strecken. Hier bearbeitet der Fahrer Unterlagen, disponiert seine weiteren Fahrziele, kann zusätzliche Aufträge entgegennehmen und organisiert seine nächste Pause. Der Bildschirm des Rechners ist frei konfigurierbar. So kann der Fahrer auf Wunsch ebenfalls alle wesentlichen Fahrdaten abrufen.

Interessant, wie sich die LKW-Welt verändern wird.

(Quelle und Bilder: Daimler AG, „Future Truck 2025„)

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