Großer Preis von Deutschland 2014 – Vorschau

Nach dem Sieg in Silverstone sieht sich Lewis Hamilton im teaminternen Duell mit Nico Rosberg im Vorteil, er spürt den Rückenwind von der Insel gewissermaßen.
Natürlich spürt diesen auch Nico Rosberg, der bei seinem zweiten (nach Monaco) Heim-GP auf die Unterstützung der Fans hoffen kann.

Dass beide das schnellste Auto haben, steht auch nach dem FRIC Ausbau – zumindest nach dem ersten Freitags-Training außer Frage.
Bleibt also noch der Blick auf alles, was es Rund um das Rennen noch an Fakten gibt.

2014_29_f1_1Streckenverlauf

Der Streckenverlauf in Hockenheim lässt sich in vielen Punkten mit jenem in Österreich vergleichen. Zwar ist die Streckenoberfläche etwas aggressiver und die Strecke ein wenig länger, aber die Zeiten liegen traditionell nur wenige Sekunden auseinander. Auch beim Blick auf die Kurven zeigen sich Ähnlichkeiten zwischen den beiden Strecken, die vorwiegend mittelschnelle und schnelle Kurven aufweisen. Im ersten Sektor kommt es auf die Motorleistung an. Im dritten Sektor stehen die Performance bei geringeren Geschwindigkeiten und die Traktion im Vordergrund. Der zweite Sektor ist eine Kombination aus den beiden. Diese Gegensätze ergeben eine interessante und fordernde Strecke sowohl für die Fahrer als auch die Teams. Es kommt auf den richtigen Kompromiss an. Es ist nicht möglich, das beste Setup für alle drei Sektoren zu finden. Die Teams müssen eine ausgewogene Balance für die Anforderungen jedes Sektors finden. Auf der langen DRS-Geraden vor Kurve sechs kommt es auf die Höchstgeschwindigkeit an. In der Haarnadel gibt es eine Vielzahl an möglichen Linien, was Überholmanöver ermöglicht.

Safety Cars

Der moderne Kurs in Hockenheim besitzt nur wenige Kiesbetten. Somit sind Safety Car-Einsätze eher selten. In den meisten Kurven ist es relativ einfach, nach einem Dreher ohne Probleme weiterzufahren. Die Ausfallquote ist gering. Normalerweise liegt sie zwischen drei und fünf Autos pro Rennen. Das bedeutet eine geringe Wahrscheinlichkeit für Kontakte zwischen Autos oder Fehler.

Klima

Das Wetter in der Region rund um Hockenheim ist fast immer ein Garant für Regensessions. Im Durchschnitt gab es bislang rund drei Sessions auf nasser Strecke pro Rennwochenende. Beim letzten Formel 1-Rennen auf dieser Strecke regnete es im zweiten Training und dem Qualifying mehr oder weniger stark. Das Rennen selbst blieb jedoch trocken. Aus Wettersicht ist es in Deutschland daher fast wie in Silverstone. Starke Temperaturschwankungen sind nicht unüblich. Die Streckentemperatur kann sich von einem Tag zum anderen um bis zu zwölf Grad verändern. In Österreich gab es zuletzt die größten Schwankungen bei der Umgebungstemperatur der vergangenen drei Jahre. Ähnlich wie in Spielberg können sich auch in Hockenheim über Nacht Wetterfronten bilden. Aus diesem Grund müssen die Teams ihre Autos mit einem gewissen Fehlerspielraum abstimmen. Nur so können sie allen Eventualitäten vorbeugen.
(Quelle und Bild: Daimler AG, „Vorschau GP Deutschland 2014„)

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