Italien Grand Prix 2014 – Rennen

Lewis Hamilton gewann den Großen Preis von Italien 2014. Nico Rosberg fuhr auf Platz zwei und sorgte somit für den siebten Doppelsieg des Teams.

Lewis gewann sein sechstes Saisonrennen. Er fuhr ein großartiges Rennen nach einem langsamen Start, bei dem er auf Platz vier zurückfiel.

Nico übernahm in der ersten Runde die Führung. Er hielt sie, bis ein wiederholter Fehler in Kurve eins es Lewis ermöglichte, in Runde 29 die Führung zurückzugewinnen – und man kann nun darüber spekulieren, ob Rosberg hier „Wiedergutmachung“ für seinen Rempler in Spa betrieben hat. Oder ob er mit dem Druck des aufschließenden Hamilton nicht klar gekommen ist? Das werden die nächsten Rennen zeigen, denn wenn es Absicht war, wird Rosberg noch ein paar Kohlen drauflegen können.
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Interessant war dazu auch noch die Aussage von Paddy Lowe: „Wir hatten beiden Fahrern gesagt, im Falle eines Bremsfehlers den langen Weg zu wählen statt zu versuchen, die Kurve mit blockierenden Rädern zu nehmen. Ein Bremsplatten hätte die Einstopp-Strategie stark beeinträchtigen können.“

Niki Lauda bestätigt das: „Wer sich in Monza bei Tempo 350 an dieser Stelle verbremst, muss geradeaus fahren, sonst hat er danach viereckige Reifen.“

Beide Fahrer nutzten die gleiche Strategie und starteten auf den Medium-Reifen. In den Runden 24 (Nico) und 25 (Lewis) wechselten sie nacheinander auf die harten Reifen und beendeten damit das Rennen

Es war der siebte Doppelsieg in dieser Saison. In der Geschichte der Formel 1 gab es nur drei Saisons, in denen ein Team sieben oder mehr Doppelsiege erzielte

Das Team führt die Konstrukteursmeisterschaft mit 182 Punkten Vorsprung an (insgesamt 454 Punkte). Beide Fahrer haben mindestens 50 Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten der Fahrermeisterschaft – wobei es im letzten Rennen alleine 50 Punkte zu verteilen gibt.

Die Top-Vier und sieben Autos unter den ersten Zehn wurden von Mercedes-Benz Hybrid Power angetrieben – das war in der Tat beachtlich….

Ab sofort: Änderung bei der Regelauslegung

Neu wird hingegen in Zukunft sein, dass die Teams ihren Fahrern während des Rennens nicht mehr sagen dürfen, wo sie wie schneller oder anders fahren müssen. Wenn also Hamilton – wie in der Vergangenheit öfter der Fall – in Zukunft seinen Renningenieur fragt, wo er auf Rosberg Zeit verliert, wird das in Zukunft illegal sein – zumindest, wenn er eine Antwort bekommt.
Die Regel ist nicht neu, aber nun „ab sofort“ geltend gemacht wird.
So muss der Fahrer wieder mehr mit seinem „Popometer“ fahren und sich selbst überlegen, wie er schneller wird – von der Sache her finde ich das nicht schlecht.
Mal sehen, wie das in der Praxis aussehen wird.

Renault beleidigt

Lustig ist noch, dass Renault ein wenig beleidigt zu sein scheint, welche medialen Rummel es zur Dominanz von Mercedes AMG gibt: „In diesem Jahr ist Mercedes in Führung“, gesteht Renault-Geschäftsführer Carlos Ghosn gegenüber ‚La Presse‘ ein. „In den letzten vier Jahren hat ein Renault-Motor alle Titel geholt“, so der Renault-Verantwortliche. „Als wir gewonnen haben, wurde das nicht ‚die Dominanz Französischer Technologie genannt‘, aber jetzt wo die Deutschen vorne wegfahren ist es die ‚Dominanz von Mercedes‘.“ Tja….da hat Mercedes vielleicht die bessere PR-Abteilung – und ein eigenes Team, denn auch als Motorenlieferant von McLaren waren die Pressebereichte nicht so dominant wie heute.

Di Montezemolo schmeißt bei Ferrari hin

Wie schon spekuliert wurde, ist Luca di Montezemolo als Ferrari-Chef wegen anhaltender Erfolglosigkeit der roten Renner zurückgetreten. Laut „Bild“ Zeitung bekommt er dafür aber auch eine Abfindung von 27 Millionen Euro. Das Geld kann er gebrauchen, denn er ist an der Hochgeschwindigkeitseisenbahngesellschaft NTV beteiligt, die bisher als hochdefizitär gilt.
„Schuster bleib bei Deinen Leisten“ – ein Automanager muss nicht zwangsweise etwas vom Eisenbahngeschäft verstehen….

(Quelle: Eigene Recherche, Daimler AG, „GP Monza 2014„, Bild: Daimler AG)

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