Das Berg-Monster: Mercedes Carlsson SLK340

Nach der Breibau Version im R 170 gibt es nun einen „Monster R172“ – lange hatte man nichts von dem Wagen gehört, doch nun ist er Realität.
620 PS und 780 kg! Das sind die beeindruckenden Daten dieser ganz besonderen Rennmaschine. Der mehrfache deutsche und Schweizer Bergmeister Reto Meisel stellte seinen Carlsson SLK340 vor, der nicht nur an deutschen und Schweizer Bergen für Furore sorgen soll.
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Die Premiere geriet aufgrund einer um ein Jahr verzögerten Vorstellung vor ca. 200 Gästen, die sich aus Sponsoren, Motorsportlern, Medien, Freunden und Familie zusammensetzten, zu einer sehr emotionalen Angelegenheit. Reto Meisel ließ in seiner Rede bei der Vorstellung seines Projekts mitunter tief blicken. Ja, so mancher hatte ihn offensichtlich tief fallen lassen, andere wiederum haben viel dafür getan, damit das SLK340-Projekt weiterlaufen konnte.

Die Daimler AG stellte für dieses Projekt nicht nur zwei SLK-Karossen, sondern auch die CAD-Daten zur Verfügung. Letztere waren für die Konstruktion der Sicherheitszelle unerlässlich. Zudem verfügt der Carlsson SLK340 jetzt über ein festes Blechdach. Unter der Karosse findet sich dann Bergrenntechnik pur. So ist der Antriebsstrang in Transaxle-Bauweise ausgelegt, wobei das Differential vor dem Getriebe liegt. Mit nur wenigen Handgriffen kann die Karosserie vom Rahmen genommen werden, was nicht nur die Wartung, sondern auch die Feinabstimmung erleichtert. Beispielsweise, wenn es darum geht, die Unter- bzw. die Übersetzung des mit Lenkradpaddeln geschalteten Hewland-Getriebes zu ändern.
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Das große Ziel heißt „Pikes Peak“!

„Jetzt bin ich Fahrer, Vordenker und Teamchef in einer Person!“, erläutert Meisel vor den angereisten Gästen und verweist gleichzeitig auf all jene, die noch bis zum Nachmittag gemeinsam am SLK340 gearbeitet haben. Offensichtlich hat es dem Projekt gut getan, denn mithilfe seiner Crew ist das Auto dann wohl doch fertig geworden, oder? „Nein leider nicht ganz, denn wir hätten hier heute Abend gern den 3,4 Liter-V8 angelassen und hatten bis heute Morgen noch gehofft, dass es klappen würde!“, so Reto Meisel, der darüber aber nur kurz seine Enttäuschung zum Ausdruck brachte, denn die Freude über die Gewissheit, dass der Carlsson SLK340 zu 99% fertig ist und an Rennen teilnehmen wird überwog an diesem Abend deutlich.

Zu Recht, denn sein SLK ist ein tolles und ambitioniertes Projekt, das nicht nur in die Fußstapfen seines höllisch schnellen 190er treten soll, sondern dank 50 Mehr-PS und rund 50 kg geringerem Kampfgewicht, diesen auch deutlich überflügeln müsste. In nur rund 3 Sekunden soll sich der SLK aus dem Stand auf die 100 km/h-Marke katapultieren. Damit wäre er wohl der schnellste SLK der Welt. In den deutschen Bergen wird der der Carlsson SLK340 ab 2015 voraussichtlich in der Silhouette-Klasse an den Start gehen, bei Schweizer Bergrennen kann er in der Klasse der Tourenwagen antreten.

Das große Ziel aber ist ein Start beim weltweit bekanntesten und prestigeträchtigsten Bergrennen dem Pikes Peak Hill Climb. Hier will Reto 2016 bergauf stürmen. Vorher aber gilt es, den SLK340 schnell und kompetitiv zu machen. Das verlangt aber nicht nur der eigene Rennfahrer-Ehrgeiz, sondern ebenso der Gedanke, für andere Interessenten einen solchen Carlsson SLK3 40 zu bauen. „Ja, wenn sich jemand für den SLK340 interessiert, dann bauen wir ihm auch einen solchen Rennwagen!“, so Reto Meisel, der in Leuggern ein Mercedes-Benz Autohaus betreibt und zur professionellen Motorsport –Betreuung mit Team Meisel Motorsport einen passenden zweiten Firmenzweig hochgezogen hat.

(Quelle: Mercedes-Fans.de, „SLK 340„)

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