SLC – das neue SLK: Mercedes-Benz ändert die Nomenklatur für Ihre Baureihen

Das Modellportfolio von Mercedes-Benz ist in den letzten Jahren rasant gewachsen und wächst weiter. Die umfassende und Modelloffensive führt dazu, dass die Stuttgarter bis 2020 weltweit über 30 Modelle auf den Markt bringen, darunter mindestens elf, die im aktuellen Produktportfolio noch nicht vertreten sind. Hinzu kommen die Differenzierungen über Karosserievarianten und Antriebsformen. Dies führt zu einer immer größer werdenden Komplexität bei der Namensgebung der Modelle.

Die Systematik der neuen Nomenklatur ist irgendwie nachvollziehbar aber für Menschen, die die MB-Modellpalette schon länger verfolgen, eine gewaltige Umstellung, vor allem  für „SLK’ler“. Fraglich ist auch, warum man 20 Jahre Geld ausgibt, um den Menschen „SLK-Klasse“ beizubringen, um diesen Marken-/Produktnamen dann ausgerechnet zum 20. Geburtstag 2016 zu pulverisieren. Aber das sieht man gerade in allen möglichen Konzernen….

Bei MBSLK.de kannst Du nachlesen, was SLK-Faher über die Namensänderungen denken: mbslc.de – Update 11.11.2014: SLC ist das neue SLK

Die Logik der Namensgebung der Baureihen

Die Modellbezeichnung besteht aus einem bis drei Großbuch­staben. Die Antriebsarten werden mit einem Kleinbuchstaben bezeichnet. Im Mittelpunkt stehen die fünf Kernmodellreihen A, B, C, E und S, die den Kunden Orientierung geben sollen. Für die Modellbezeichnung der SUVs gilt: In Anlehnung an die G-Klasse führen alle SUV-Modelle künftig die Anfangsbuchstaben „GL“ im Namen. Dabei bezeichnet das „G“ die Abstammungslinie. Das „L“ kommt in der Historie von Mercedes-Benz immer wieder vor. Es wird heute als Verbindungsbuchstabe gedeutet, der die Modellbezeichnungen einprägsamer und besser sprechbar werden lässt. Dabei steht das „L“ in den 1920er Jahren für „langer Radstand“ und beim „SL“ für „Leicht“ oder „Leichtbau“ – was sicher auf die „GL“ Modelle nur bedingt zutreffen wird.

Danach folgt der dritte Buchstabe, der die Zugehörigkeit zur jeweiligen Kernmodellreihe beschreibt.

Konkret bedeutet das:

GLA               = GL A-Klasse
GLC               = GL C-Klasse; vormals GLK
GLE               = GL E-Klasse; vormals M-Klasse bzw. ML
GLE Coupé  = GL E-Klasse Coupé, bisher als „MLC“ vermutet
GLS               = GL S-Klasse; vormals GL
G                   = unverändert

2014_46_nomen_1Bei den 4-Türer Coupés ist die Systematik analog aufgebaut. Die ersten beiden Buchstaben „CL“ bezeichnen die Herkunft, der dritte Buchstabe die Anbindung an eine der Kernmodellreihen: also CLA und CLA Shooting Brake sowie CLS und CLS Shooting Brake.

Die Roadster führen ab 2016 „SL“ als Herkunftsbezeichnung im Namen, der dritte Buchstabe ist die Anbindung an eine der Kernmodellreihen. Damit wird der SLK zum neuen SLC. Analog zum G bleibt beim SL aufgrund seines Ikonen-Status seine Bezeichnung wie bisher.

Die Logik der Benennung der Antriebsarten

Parallel zur Modellreihenbezeichnung erhalten auch die Antriebsarten eine neue Bezeichnung. Diese geben eine klare Orientierung und sind kürzer als die bisher verwendeten Bezeichnungen. In Zukunft werden Kleinbuchstaben auf den Heckdeckeln zu finden sein. Dabei steht:

  • c für „compressed natural gas“ bisher Natural Gas Drive
  • d für „diesel“ bisher BlueTEC und CDI
  • e für „electric“ bisher PLUG-IN HYBRID, BlueTEC PLUG-IN  HYBRID und Electric Drive
  • f für „fuel cell“ bisher F-CELL
  • h für „hybrid“ bisher HYBRID und BlueTEC HYBRID

Die Benziner bleiben wie bisher ohne Zusatz. Die für die Allradfahrzeuge prägende und etablierte Bezeichnung 4MATIC bleibt unverändert erhalten.
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(Quelle und Bilder: Daimler AG, „Neue Nomenklatur„)

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