SLK-Breitbau – Heute die ganze „Black Move Story“

Wie versprochen hat Charly, der Besitzer des in der letzten Woche gezeigten Breitbau-R170, die Bilder und Informationen zum Umbau geliefert – und so kann ich Dir zeigen, wie dieses Fahrzeug entstanden ist.
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Hier also ist die „Black Move Story“

Bestimmt hatte jeder schon mal das Bedürfnis, was Besonderes zu erleben, zu erfahren, oder zu bauen.

Ich habe mir vor 4 Jahren einen silbernen SLK 200 Kompressor, Baujahr 2001 gekauft, weil ich wissen wollte ob mir Cabrio fahren gefällt. Es ist von Tag zu Tag mehr Genuss diesen Wagen zu fahren. Da ich beruflich viel unterwegs bin werden die Strecken jetzt für mich zum Erlebnis werden. Es war ein schöner Sommertag im August 2013 als ich zu einer Modellpräsentation nach Ingolstadt unterwegs war und Horst Lumma von Lumma Design mich anrief, um mir ein Projekt anzubieten. Wir kennen uns schon einige Jahre, machten aber noch nie ein Projekt zusammen. Nach ein paar Tagen waren die Rahmenbedingungen und der Termin fixiert.

In Winterlingen bei Lumma erwartete mich ein Range Rover Sport, der für das Modellieren vorbereitet war. In dieser sehr intensiven Zusammenarbeit redeten wir über meine Ideen dem SLK neues Leben einzuhauchen. Ich reizte meine Vorstellungen mit 20 Zoll Rädern und einer satten Breite für das Auto aus. Als Fahrzeugbauer und Tuner wußte Horst genau was geht und was nicht. Als das RRS Projekt fertig war, fixierten wir den gemeinsamen Umbau des SLK.

Basis: SLK 32 AMG

Jetzt musste ich handeln, denn ein Basisfahrzeug musste bereitgestellt werden. Meine Wahl für den sportlichen Breitbau fiel ganz klar auf einen SLK 32 AMG. In mobile wurde ich nach einiger Zeit fündig und holte in Bayreuth einen schwarzen SLK mit designo bi color, Lederausstattung, sehr gepflegt, mit lückenlosem Service aus Erstbesitz ab.
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Des weiteren musste ich mir genau über das Design Gedanken machen. In meiner Firma der i-move GmbH in München beschäftige ich mit Designentwicklung und Modellumsetzung deshalb hatte ich schon alles im Kopf, jetzt sollen die Ideen zu einem Bild werden und mit Hilfe des CAD Designers von Lumma entstanden die ersten Photoshop Bilder.

Die Vorarbeiten

Auf Grund anderer Projekte verschob sich der Projektbeginn auf Mai 2014. Vorerst montierte ich das Bilstein Gewindefahrwerk und die Spurplatten sowie die breiten 20 Zoll Räder um die Höhe und die Breite festzulegen. Danach kam die Vorbereitung für den Modellbau. Mit Unterstützung der Lumma Truppe wurden die Randbedingungen festgelegt, Serienteile versteift, geschnitten, geschliffen und geschweißt.

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Jetzt kam mein Part. Das Design in Industrieplastelin, kurz Clay genannt, in 3D umzusetzen. Das Material auftragen, modellieren, designen, ändern, wieder auftragen, bis es meinen Vorstellungen entsprach. Jetzt noch die Symmetrie herstellen mit Schablonen und messen, was auf Grund der Vorbereitungen mit den Distanzstreifen gut funktionierte. Nach ca. 2 Wochen war das Claymodell fertig und es folgte das Abformen.

Der Umbau

Aus den Negativen wurden die Anbauteile in Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) hergestellt.

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Diese Teile wurden mit den originalen Schraubpunkten und Beschnitten am Fahrzeug verbaut und so lange modifiziert bis sie passten. Die richtige Arbeit für die Profis von Lumma.

Als die Arbeiten beendet waren erhielt ich eine Mail von Lumma mit den Worten: Dein Schätzchen ist fertig mit TÜV, jederzeit abholbereit.

Der Black Move SLK

Am Freitag den 19.September war es dann soweit! Auf nach Winterlingen zu Lumma Design. Ich holte nicht den SLK 32 AMG, nein ich holte – den Back Move SLK.

Nach den üblichen geschäftlichen Gesprächen und der Aushändigung der Papiere waren noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages da und ich bereit um das Dach in den Kofferraum zu packen und zu fahren. Die ersten Meter noch zaghaft aber nachdem ich das Gefühl hatte das alles stimmte und o.k. ist gab ich Gas. Neues Fahrwerk, breite Räder, Distanzscheiben und die Änderungen an der Karosserie, alles war neu, der Black Move fährt sich direkter im Lenkverhalten, ist sportlich in der Fahrwerksabstimmung, aber doch noch sanft bei schlechten Straßen, trotz der großen Räder und wenig Gummi, dank sehr gutem Fahrwerk. Die erste Fahrt führte mich zurück nach München mit einem Dauerlächeln im Gesicht. In München angekommen war alles noch dran, nichts verloren auf der Autobahn mit weit über 200 km/h unterwegs, die 354 Pferde unter der Haube wollten freien Lauf, ich lies es ihnen.

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Black Move ist Emotion und Leidenschaft, eine Kreation der i-move GmbH und Lumma Design

Charly Habenbacher
GF i-move gmbh

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