TecDay „Autonome Mobilität”: Wie autonomes Fahren das Interieur verändert

Ob man das nun gut findet oder nicht – das autonome Fahren wird Einzug halten in den Straßenverkehr – und damit ergeben sich auch im Innenraum neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Entspannende Reise-Lounge oder mobiles Büro: Die Luxuslimousine der Zukunft fährt auf Wunsch autonom und bietet den Menschen dadurch ganz neue Freiheiten. Stärker denn je wird das Auto künftig zum individuellen Rückzugsort im urbanen Verkehr. Einen virtuellen Ausblick darauf gibt Mercedes-Benz jetzt anlässlich des TecDays „Autonome Mobilität“ mit einem innovativen Innenraum-Konzept eines autonomen Luxusfahrzeugs. Zugleich zeigt das wegweisende „Interieur der Zukunft“ neue Dimensionen in der Kommunikation und Interaktion mit dem Fahrzeug.
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Elegant und komfortabel: Mobiler Lebensraum als Luxus-Lounge

Als konkreten Ausblick präsentiert Mercedes-Benz beim TecDay „Autonome Mobilität“ im kalifornischen Sunnyvale das Interieur-Konzept einer autonom fahrenden Luxuslimousine als virtuelles 360°-Erlebnis. Für die Gestaltung des Innenraums haben die Ingenieure, Designer und Zukunftsforscher ein interdisziplinär entwickeltes Szenario entworfen und die Freiheiten weitergedacht, die erst durch das autonome Fahren entstehen: mehr Raum, mehr Zeit, mehr Interaktionsmöglichkeiten. Das Interieur spiegelt dabei die Mercedes-typische Interpretation von „Modernem Luxus“ wider – großzügig, elegant und intuitiv.

Dreh- und Angelpunkt des innovativen Interieur-Konzepts ist das variable Sitz-System mit vier drehbaren Lounge-Chairs, das eine Vis-à-Vis-Konstellation der Sitze ermöglicht. So können die Front-Passagiere während der Fahrt mit den anderen Passagieren von Angesicht zu Angesicht kommunizieren. Oder bei Bedarf den Blick und Bedienfokus nach vorne richten — als Voraussetzung für manuelles Fahren. Dafür bietet ein ausfahrbares Lenkrad dem Fahrer je nach Wunsch die entsprechende Option.

Interaktiv und intuitiv: Die neue Definition von Bedienkomfort

Neben der Gestaltung liegt besonderes Augenmerk auf der Innenraumnutzung. Eine zentrale Idee des innovativen Interieur-Konzepts ist ein kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen Fahrzeug, Passagieren und der Außenwelt: Der Innenraum wird zum „digitalen Erlebnisraum“, der als integraler Bestandteil des intelligenten Fahrzeugsystems umfassend vernetzt ist. Die Insassen können über Gesten oder Berührung der Displays intuitiv mit dem Fahrzeug interagieren. Die Wünsche der einzelnen Passagiere bezüglich Information oder Auswahl von Bedienfunktionen erkennt das System automatisch über die sensorische Erfassung von Augen-, Hand- und Fingerbewegungen. Und auch die Fahrzeugumgebung – seien es Passanten, andere Verkehrsteilnehmer oder die Gebäude der Stadt – werden auf Displays ins Fahrzeuginnere geholt und als fließende visuelle Rundum-Information dargestellt.
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Aus meiner Sicht bleibt nur zu hoffen, dass man vor lauter „unfallfreiem“ Fahren und technischer Machbarkeit nicht vergisst, dass es Menschen gibt, die gerne einfach mal mit dem Auto fahren und Spaß daran haben, zu lenken, gas zu geben und zu bremsen – manchmal auch in Kombination und schneller Reihenfolge…
(Quelle und Bilder: Daimler AG, „TecDay„)

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