„Wir können alles – auch autonomes Fahren!“

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid und Spitzenvertreter der Wirtschaft trafen sich in dieser Woche im Neuen Schloss in Stuttgart, um zentrale Aspekte zur Zukunft der Nutzfahrzeugbranche im deutschen Südwesten zu erörtern. Daimler begrüßte die Initiative von Minister Schmid zu einem Nutzfahrzeugdialog ausdrücklich.

Investitionen von 1,3 Milliarden Euro in Gaggenau und Mannheim

Die Nutzfahrzeugbranche ist eine wichtige Größe. Allein Daimler beschäftigt in Baden-Württemberg im Bereich Lkw, Busse und Vans 21.000 Mitarbeiter. Bis 2020 investiert der Konzern 2,8 Milliarden Euro in die Modernisierung seiner deutschen Nutzfahrzeug-Werke. 1,3 Milliarden Euro entfallen auf die baden-württembergischen Standorte Gaggenau und Mannheim.

Handlungsbedarf seitens der Landesregierung sieht Dr. Bernhard, Daimler-Vorstand verantwortlich für Lkw und Busse, aktuell beispielsweise bei diesen Themen: Innovation, Infrastruktur und Lang-Lkw.

Autonom fahrender Lkw ist bester Beleg für Innovationskraft

Autonom fahrende Lkw machen die Straßen sicherer, Transporte kostengünstiger und senken CO2-Emissionen. 2014 präsentierte Daimler erstmals den Mercedes-Benz Future Truck 2025, der bei Lkw autonomes Fahren auf Autobahnen mit bis zu 80 Stundenkilometern ermöglicht.

Baden-Württemberg müsse den Anspruch haben, dass der Future Truck 2025 in Europa erstmals hier im normalen Straßenverkehr fahre, sagte Dr. Bernhard. „Das wäre der beste Beleg für die Innovationskraft des Landes. Das Motto muss sein: Wir können alles – auch autonomes Fahren!“

Bei Bussen auch Verbreitung von Euro-VI-Fahrzeugen fördern

Auch bei Bussen erzielt Daimler wichtige technologische Fortschritte. Mit Umsetzen der Abgasnorm Euro VI reduzierte der Konzern die Partikel- und Stickoxid-Emissionen seiner Busse auf ein kaum noch nachweisbares Niveau. Maßstäbe beim Kraftstoffverbrauch setzt der im Dezember vorgestellte Mercedes-Benz CapaCity L, der je Fahrgast nur knapp 0,5 Liter pro 100 Kilometer benötigt.

Leistungsfähige Infrastruktur als zentrale Aufgabe in Region Stuttgart

Eine effiziente Logistik bedarf einer leistungsfähigen Infrastruktur. In der Landeshauptstadt aber steht jeder Autofahrer im Schnitt 60 Stunden pro Jahr im Stau – mehr als in jeder anderen deutschen Stadt.

Bei Lang-Lkw erwartet Daimler zügige Genehmigung

Beim CO2-Ausstoß von Lkw sind die Maße und Gewichte ein wichtiger Stellhebel. Lang-Lkw sind in Baden-Württemberg bislang nicht zugelassen, würden CO2-Emissionen und auch Staus aber deutlich reduzieren. Allein Daimler hat im deutschen Südwesten 17 Strecken identifiziert, auf denen sich Lang-Lkw sinnvoll einsetzen lassen. Jährlicher Spareffekt: 3,2 Millionen gefahrene Kilometer und 2.700 Tonnen CO2.

„Die Ausnahmeanträge haben wir bereits gestellt“, sagte Dr. Bernhard. „Nun erwarten wir eine zügige Genehmigung durch die Landesregierung.“

Dr. Bernhard resümierte: „Die Aufgeschlossenheit des Wirtschaftsministers für die Anliegen unserer Branche ist viel versprechend.“ Nun müssten Industrie und Politik den Dialog fortsetzen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Baden-Württemberg mit konkreten Maßnahmen weiter stärken.
(Quelle: Daimler AG, „Wir können alles…„)

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